Freitag, 23. August 2019
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Eine Beurteilung von Abbé René Laurentin

Was über Vassula denken?

Jeder ist frei, sich ein Urteil darüber zu bilden: Denn, so wie das Credo und das Evangelium dem Glaubenden Glaubenspflicht ist, so gehören die Privat-Offenbarungen zum freien Glaubensgut für das sich jeder Einzelne entscheiden kann.
Wenn sich einige von ihnen nicht von den Botschaften von Vassula angezogen fühlen, so verpflichtet sie nichts, sie zu lesen. Wenn ihnen das fremdartig ist, dann lassen sie es beiseite, aber dennoch: respektieren sie sie. Wenn sie in ihnen „Das Wahre Leben in Gott“ finden, dann genießen sie sie.

Sie erwarten von mir eine abschließende Beurteilung. Nehmen sie diese nicht als eine « Verpflichtung ». Dazu habe ich keinerlei Autorität, keinerlei Auftrag; Ich beabsichtige einfach, ihnen die Fakten und die Angaben mitzuteilen, die diesen beachtenswerten Fall erhellen: Eine schöne Veranschaulichung der Barmherzigkeit Gottes.

Bestätigung der Echtheit

Ich habe Vassula durch mehrere zufällig-eingetroffene Umstände kennengelernt und die nachfolgenden Ereignisse oder Zeichen haben immer die Echtheit bestätigt, trotz einiger Fragen oder trotz dem Anschein von Negativem, die sich jedoch alle bei genauerer Prüfung geklärt haben. Die Etappen sahen wie folgt aus :

  1. Im Frühling des Jahres 1989 schrieben mir einige Leser von Vassula und riefen mich an : Diese Botschaften haben uns bekehrt. Sie sind von ‚weit her‘ zurückgekehrt. Das ist ein gutes Zeichen, weil man den Baum an seinen Früchten erkennt. Und dies hat sich seither immer wieder bestätigt.
  2. Patrick de Laubier, Soziologie-Professor an der Universität von Genf hat dann schliesslich Vassula am 28. August 1989 zu mir nach Évry gebracht. Ich habe sie methodisch befragt. Ihr Französisch war zu jener Zeit noch ganz frisch. Sie antwortete und suchte nach Worten, sprach aber klar, spontan und ohne Umschweife. Einige Fragen waren Fangfragen – nicht dass ich sie zu Fall bringen wollte, sondern da in geistigen Angelegenheiten sich jemand schnell selbst disqualifizieren kann, der nicht zu 100 Prozent im Herrn verwurzelt ist. Die Antworten vielen gut aus. Sie sind aufschlussreich. Man kann sie lesen im Vorspann im ersten Band der « Botschaften ».

    Vassula stuft ihre Begegnungen mit Christus nicht höher ein wie die Eucharistische Kommunion, jedoch weniger wahrnehmbar. Sie fürchtet den Tod nicht, würde ihn sich jedoch wünschen, um mit Christus zu sein; usw.

  3. Als eine Konferenz in der Schweiz stattfand, hielt ich mich bei ihr auf. Ich fragte mich, wie, unter diesen unmöglichen destabilisierenden Bedingungen, mit all diesen monatlichen Reisen und den daraus resultierenden Strapazen, ihr Familienleben aussieht. Denn die Ausgeglichenheit in der Familie ist sehr wichtig, um eine Seherin zu beurteilen. Ich war ganz erfreut darüber: Die familiären Beziehungen sind ausgezeichnet; sowohl mit dem Ehemann wie auch mit den Kindern. Ich wusste es bereits, ich nehme diese diskrete Harmonie sehr schnell wahr. Sie tätigt Einkäufe für ihre bettlägerige Mutter, zusätzlich zu den ihren. Ich war besonders erfreut (in ihren Schriften wie auch in ihrem Leben) über ihren guten Ausdruck und die vollkommene Harmonie zwischen ihrer transzendenten Liebe zu Christus und der menschlichen Liebe. Die Harmonie zwischen der geistigen Vermählung und der fleischlichen Heirat ist nicht immer einfach bei Sehern. Einige empfinden eine Einseitigkeit und hatten mir das anvertraut. Vassula hatte gleich zu Beginn ihr Gleichgewicht gefunden, das ihr half: Eine ganz besonders wertvolle Gnade.. Ich habe nie eine solche menschliche Ausgeglichenheit, psychisch und geistig, gesehen, die vollkommener war.
  4. Sie betet 6 Stunden pro Tag bei ihr zuhause, jedoch unter Vorbehalt ihrer Pflichten im Haushalt. Sie betet, aus Respekt, auf den Knien in Anbetung. Das hat mich in dem Mass beruhigt, da ich mir Gedanken über ihre grosse Vertrautheit mit Christus gemacht hatte
  5. Bei ihren Vorträgen, bei denen ich die Gelegenheit hatte sie 4 Mal innerhalb von 5 Jahren zu begleiten, macht sie sich keinerlei Sorgen um sich; nur um Christus. Sie, die Mannequin war und wusste wie sie sich herrichten konnte mit ihrer Kleidung, trägt ein einfaches stilvolles Kleid an dem nichts die Aufmerksamkeit auf sie lenkt. Kein ‚Sich-in-Szene-setzen‘, keine ‚Effekthascherei‘, keine Beredtsamkeit irgendeiner Art, wie es doch normal sein könnte, um eine Botschaft anzubringen. Wenige Prediger erreichen eine solche Einfachheit. Sie erreicht die Transparenz.
  6. Vassula trifft auf viele Gegner und Kritiker. Ich bemühte mich deren Einwändekennenzulernen, so oft wie möglich, durch einfache und freundschaftliche Kontakte mit ihnen. Ich war erstaunt über die schwachen, teilweise heftigen, Einwände. Daraus konnte ich die Unhaltbarkeit ihrer Einwände abschätzen, abgesehen von einigen Doppeldeutigkeiten wie sie immer in prophetischen Texten, und sogar in der Bibel, angetroffen werden.
  7. 8. Vassula, die feinfühlig ist, leidet offensichtlich unter diesen oft unnachsichtigen Angriffen, Verleumdungen, die für sie und die ihren verletzend sind. Sie hat weder Groll noch belastet es ihre Seele. Sie leidet für Christus, dessen Botschaft auf diese Weise ‚kalt gestellt‘ wird, weitaus mehr als um ihretwillen. Sie hat mir sogar eines Tages, mit dem ihr eigenen Humor, gesagt :

    - Diese Angriffe werden immer mehr und ich selbst leide immer weniger an ihnen. Dennoch muss ich für Ihn leiden (an Seiner Passion teilhaben). Was also wird Er für mich bereithalten?

    Wenig später, kamen die schmerzhaften Stigma wieder, dieses Mal sichtbar.

(Auszug aus: René Laurentin „Qui est Vassula?“ - Itinéraire, réponses et témoignages pour un combat spirituel, ed. F.X. de Guibert; Arbeitsübersetzung vom Team ‚Defending Vassula‘)

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